Medienwissen
RSS-Feeds: Warum direkte Nachrichtenquellen wieder interessant sind
RSS liefert neue Beiträge ohne Empfehlungsalgorithmus. So funktioniert das offene Format und deshalb ist es für Nachrichtenleser weiterhin nützlich.
RSS ist ein älteres, aber weiterhin nützliches Webformat. Eine Website stellt eine maschinenlesbare Liste neuer Beiträge bereit. Ein RSS-Reader ruft diese Liste regelmäßig ab und zeigt neue Einträge an. Der Nutzer entscheidet selbst, welche Quellen er abonniert.
Der große Unterschied zu sozialen Netzwerken ist die Reihenfolge. Viele RSS-Reader sortieren Beiträge chronologisch und benötigen keinen Empfehlungsalgorithmus, der das vermeintlich Interessanteste auswählt. Dadurch entsteht ein direkterer Informationskanal zwischen Website und Leser.
Für Nachrichtenfans kann das besonders praktisch sein. Statt zehn Webseiten einzeln zu öffnen, lassen sich deren Feeds in einer Anwendung bündeln. Kategorien oder Ordner helfen, Themen wie lokale Nachrichten, Technik, Wirtschaft oder Sport zu trennen.
RSS überträgt je nach Anbieter nur Überschrift und Kurzbeschreibung oder den vollständigen Artikel. Der Feed enthält außerdem meist Link, Veröffentlichungsdatum und eine eindeutige Kennung. Technisch basiert das Format auf XML und kann von vielen Programmen verarbeitet werden.
Für Website-Betreiber bietet RSS einen weiteren Vorteil: Leser bleiben erreichbar, auch wenn sich Algorithmen sozialer Plattformen verändern. Ein Feed gehört funktional zum offenen Web und ist nicht an ein einzelnes soziales Netzwerk gebunden.
ElegantTV kann eigene redaktionelle Beiträge ebenfalls über einen RSS-Feed bereitstellen. Externe Live-Meldungen und eigene Artikel sollten dabei klar unterschieden werden, damit Leser erkennen können, welche Inhalte direkt von unserer Redaktion stammen.
Transparenz: Dieser Beitrag ist ein eigener redaktioneller Inhalt von ElegantTV. Automatisch geladene externe Schlagzeilen auf der Startseite werden separat gekennzeichnet.